Wozu braucht man eigentlich Nasenfilter?

Für Asimov Fans ist die Sache klar: ein Nasenfilter schützt vor durch die Luft (per Tröpfcheninfektion) übertragbaren Krankheiten wie Husten oder Schnupfen.

Aber auch für Allergiker soll so ein Filter gut geeignet sein. Ich hab mir einen aus Silikon besorgt, in den man kleine Filterpads aus Watte einlegen kann. Das Ding ist nicht wirklich bequem, und die Nase kann (etwas) rundlicher aussehen. Andererseits – wenn man es nicht weiß sieht man sie kaum. Und zur Grippewelle in der überfüllten U-Bahn fühle ich mich damit schon irgendwie wohler.

So sehen die Filter übrigens aus, nachdem ich sie ein paar Stunden in einem (leicht) verrauchten Raum getragen hatte (links: neue Filter zum Vergleich, unten: Die Einzelteile des Filterhalters)

Nasenfilter schmutzig

Es gibt Filter von mehreren Anbietern, meistens in verschiedenen Größen für runde, schmale, große, kleine Nasenlöcher. Da man das nicht wirklich messen kann empfiehlt sich ein Starterset mit mehreren Größen / Formen zu bestellen. Auch die Filter selbst gibt es in zwei Feinheitsgraden, einen gegen normalen Schmutz und einen feineren, der auch Viren / Pollen zurückhalten soll. Ich habe den feineren genommen, aber der Atemwiderstand ist für mich noch OK.

Ob der Filter wirklich gegen Viren wirkt ist schwer zu sagen, aber wenn er Pollen zurückhalten kann (Was Allergiker auf Amazon so in die Bewertung geschrieben haben), dann sicher auch die mit Viren gefüllten Wassertröpfchen, die in der U-Bahn in der Luft herumschweben und mich anstecken wollen.

Würde mich interessieren, ob Jemand von euch auch Erfahrungen mit solchen Filtern (evtl. auch andere Modelle?) gemacht hat.

Warum ich auf Datenschutz pfeife

Um es gleich klar zustellen: Dabei geht es zunächst nur um mich. Ich finde es sollte jeder darüber entscheiden dürfen welche Daten er an wen weitergibt. Deshalb gibt es auch keine Tracker auf meiner Seite. Ich finde es übrigens auch eine ziemliche Frechheit, dass Geheimdienste sich völlig unbeschränkt am weltweiten Datenstrom bedienen dürfen. Aber wieder zu mir: Warum ist mir mein Datenschutz mittlerweile so egal?

  1. Mir ist es schon oft so ergangen, dass ich Daten, die ich besonders gut schützen wollte am Ende selber verloren habe. Das Passwort zum verschlüsselten Zip-File? So sicher, dass ich es selber vergessen habe. Die Festplatte mit den gesicherten Fotos? Gibt plötzlich keinen Mucks mehr von sich.
  2. Wenn die Geheimdienste ohnehin meine Daten haben, dann will ich sie wenigstens selbst auch nutzen! Das gilt nicht für alle Daten, aber sicherlich für meinen Aufenthaltsort. Daher verwende ich z.B. die Google Maps Timeline.
  3. Ich müsste mir ständig Gedanken machen, wie meine Kontakte mit meinen Daten umgehen (Fotos bei Facebook taggen, Telefonbuch zu Whatsapp hochladen, E-Mail Adresse bei Gmail?).
  4. Ich kann mit meinen Daten Dienstleistungen “kaufen”, die es nichtmal gegen Geld gibt. Google Docs zum Beispiel.
  5. Mein Leben ist zu kurz. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jemand meine Daten gegen mich verwendet bevor ich tot bin (oder so alt, dass es auch egal ist), ist so gering, dass ich bereit bin das Risiko einzugehen.

Ich habe das Gefühl, dass die Mehrheit da Ähnlichkeit denkt. Zumindest handelt sie so. Ich finde das sehr bedenklich, obwohl ich selber auch so bin. Ich glaube das ist so wie mit vielen anderen Dingen – wenns einer macht ist es OK, wenns alle machen haben wir ein Problem. Ich glaube, dass es das Verhalten ändert, wenn man sich permanent beobachtet fühlt. So zu tun, als wäre das so komplett neu ist aber auch wieder nicht richtig. Man muss sich nur in ein Mittelalterliches Dorf versetzen. Statt Google und Facebook: Nachbarn und Familie, statt Staat und Geheimdienst: Gott und Kirche, die immer genau wissen was man tut und denkt.

So oder so bleiben die meisten Dinge halt doch irgendwie gleich.

Leseempfehlung – Open Book about Neural Networks

>”A free online book explaining the core ideas behind artificial neural networks and deep learning.”

Wie ich berichtete, wird hier nun öfter was zum Thema Deep Learning kommen.

Michael Nielsen hat gerade ein frei zugängliches Buch über Neurale Netzwerke und Deep Learning veröffentlicht. Das Buch bewegt sich etwa in der Mitte zwischen Tutorial und Mathebuch. Der Stoff ist ziemlich herausfordernd wie ich finde, aber man hat am Ende ein funktionierendes Stück Python Code in den Händen, mit dem man Texterkennung und solche Sachen machen kann.

Ich habe mir vorgenommen mich da mal über die nächsten Monate durchzufräsen. Für alle, die auch Lust dazu haben: bitteschön!

Food Styling

Wir hatten ja immer schon den Verdacht, dass mit den Fotos von Essen etwas nicht stimmt. Aber Seife und Haarspray? Hier ein kleiner Einblick in die tägliche Arbeit eines Food-Stylisten.

Winterdepression

Ich denke mal die meisten sind mehr oder weniger davon betroffen. Man hat ein erhöhtes Schlafbedürfnis, hat keine Energie Dinge zu erledigen, man will ständig essen, etc. Bei manchen geht das wirklich schon in Richtung ausgewachsener Depression, mit starken Einschränkungen der “Lebensqualität”. Möglicherweise liegt die Ursache in einer Art unvollständigem Winterschlaf. Der Körper bereitet sich auf eine Winterruhe vor, die dann nie eintritt. Fest steht jedenfalls, das der menschliche Organismus für das Leben in nördlichen Breiten über Haupt nicht eingestellt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass man heutzutage fast nur noch in geschlossenen Räumen herum hängt.

Ursachen

Es gibt Sensoren in der Netzhaut, die auf Licht reagieren, und die Serotoninausschüttung beeinflussen. Serotonin steuert den Wachzustand und ist ein wichtiges Glückshormon. Allerdings braucht es dafür Lichtintensitäten, die Größenordnungen über der normalen Zimmerbeleuchtung liegen. Ab 10.000 Lux) wird es interessant (sofern man es nicht schafft vor 6 Uhr morgens aufzustehen). Zum Vergleich: Ein heller Sonnentag hat um die 100.000 Lux, Zimmerbeleuchtung jedoch nur etwa 200 Lux.

Gegenmaßnahmen

Anscheinend muss aber diese Lichtdosis nicht gleichmäßig über den Tag verteilt sein. Eine halbe Stunde Spaziergang zur Mittagszeit kann im Winter Wunder wirken, aber das ist leider die Zeit zu der die meisten von uns im Büro sitzen, oder es regnet halt einfach mal wieder.

Daher habe ich mir ein Lichttherapiegerät zugelegt. Das klingt esoterisch, ist aber ein ganz einfacher Trick, um unserem Körper Sommer vorzutäuschen. Man stellt sich das Teil einfach eine Stunde pro Tag neben den Bildschirm oder auf den Esstisch. Meine Wahl fiel auf ein Gerät von beurer in iPad-Größe mit LED Lichtquelle. Ich bin ein wenig skeptisch, ob das Teil wirklich hell genug ist, aber die richtig großen Philips Geräte kosten schon ab 150€. Aber es sollte reichen, da wir in der Wohnung schon ziemlich helle Beleuchtung haben.

Vielleicht baue ich mir so etwas mal selbst – eigentlich braucht man ja bloß ein paar sehr helle Lichtquellen mit sonnenähnlichem Licht, die man in irgendwelche Fassungen steckt..

Büromaterial 2.

Stifte sind eigentlich das letzte, oder? Schmierende Kugelschreiber, fasernde Faserstifte, eintrocknende Gelroller und der ganze Mist. Nicht so mit meiner neuesten Errungenschaft: der Copic Multiliner SP. Er kostet nicht wenig, aber man kann die Spitze und die Patrone separat austauschen, d.h. man muss nicht den ganz Stift immer wegwerfen. Die Spitzen gibt es in sehr feinen Abstufungen von 0,03 bis 0,7 mm. Unter 0,2 empfinde ich ihn als zu dünn zum schreiben, er kratzt dann schnell, wenn das Papier nicht besonders glatt ist. Ich habe nur ein kleines Din A6, weil ich es immer dabei haben will und da ist es angenehm mit einem feinen Stift zu schreiben. Notizbuch

Leider wird die Handschrift dadurch nicht automatisch besser 🙂

Büromaterial 1.

Zum Glück (?) habe ich eigentlich nur noch wenig mit Papier zu tun, aber wenn – dann will ich die besten Tools, die ich haben kann. Das heißt jetzt nicht Montblanc Füllfederhalter, aber ordentliches Zeugs halt. Den Anfang macht hier ein Gerät der Firma Plus Japan. Plus Japan Hefter

Das Teil ist nicht größer als ein Feuerzeug und ist trotzdem super leichtgängig und exakt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Klammern sehr dünn und flach sind:

Klammer Nahaufnahme

Stromspar NAS selber bauen mit openmediavault

Ein NAS (Netzlaufwerk) ist für mich absolut essentiell, wenn es um die Verwaltung großer Datenmengen geht. Wir haben etwa 500 GB an Daten (Fotos, Backups, etc.) im Haushalt, die für mehrere Personen gleichzeitig verfügbar sein sollen.

Ich habe dabei von Beginn (2009) an auf Raid 1 gesetzt. Das ersetzt zwar nicht das Backup, aber erhöht sowohl die Verfügbarkeit, als auch die Redundanz. Das heißt praktisch, selbst wenn ich häufig Backups mache, kann beim Crash trotzdem ein Teil weg sein. Ein Raid 1 schützt mich in gewisser Weise davor.

Mein erstes Modell war eine Linkstation Mini mit 2x 500GB 2,5″ Platten. Eigentlich vom Platz- und Stromverbrauch super, aber leider extrem langsam (max 2,5MB/s) und die Software war nicht erweiterbar.

Habe dann vor kurzem auf ein Selbstbau NAS gewechselt. Zuerst wollte ich FreeNAS haben, dann aber schnell festgestellt, dass das eher eine High-End Lösung ist. Es braucht mind. 8GB RAM für ZFS und anscheinend kann man sich das auch schnell mal zerschießen, wenn man nicht weiß was man tut.

Habe mich dann für Open Media Vault entschieden. Ein Debian Linux mit einer ziemlich guten und verständlichen Web-Oberfläche.

Hardware

Man kann zwar Geld sparen, wenn man einen ausrangierten PC nimmt, das aber nur wenn man den Strom nicht selber zahlen muss. Rechenbeispiel: 40W 24h 365t / 1000 W/h * 0,2€ = 70€/Jahr. 10W : 17€ pro Jahr, also 50€ Differenz. Bei angenommener Nutzung von 5 Jahren sind das ca. 250€ Mehrkosten an Strom mit einem alten PC. Da hat man die kanpp 100€ für das Board und den PSU schnell wieder drin.

Hardware Liste:

Erklärung der Komponenten

der J1800 ist momentan (Ende 2015) der billigste Atom, kommt nur aufgelötet auf Mainboards, die allesamt ca. 10W im Idle verbrauchen (gutes Netzteil vorausgesetzt) und mit Passivkühlung auskommen. Notebookplatten sind zwar etwas teuer, aber verbrauchen viel weniger Strom, machen weniger Lärm und passen in kleinere Gehäuse. Das Chieftec Gehäuse ist eins der ganz wenigen, die Platz für 2 Festplatten haben und trotzdem klein sind. Das PicoPSU ist ein DC-DC Netzteil, das so winzig ist, dass es komplett in die 20-Polige Buchse im Mainboard passt. Ausserdem ist es extrem effizient und damit unverzichtbar. Ich habe den ganzen Aufbau mit einem 300W ATX-Netzteil getestet – der Stromverbrauch lag bei 25W – mit PicoPSU dagegen bei 10W! USB-Stick: Bisher hieß es immer, dass man auf keinen Fall einen USB-Stick für Open Media Vault verwenden darf. Das hat sich mit dem Plugin “flashmemory” allerdings jetzt geändert. Es ist über das Plugin OMV-Extras verfügbar.

Zusammenbau

Hier sieht man den Testaufbau. Das PicoPSU hat leider nur einen SATA Stromstecker, deswegen braucht man einen Adapter (hier leider nicht zu sehen, bin erst später dazu gekommen ihn zu besorgen). Testaufbau

Der zweite Schritt: Mainboard im Gehäuse eingebaut. Man sieht: die Festplatten sind von unterschiedlichen Herstellern, das ist aber kein Problem. Eigentlich sogar besser, denn es ist unwahrscheinlicher, dass sie gleichzeitig kaputt gehen. Mainboard im Gehäuse

Hier sieht man das PicoPSU in Nahaufnahme. PicoPSU

Der Chieftec Schriftzug sieht nicht besonders toll aus – zum Glück kann man die Buchstaben mit einem scharfen Meser leicht abhebeln 🙂 Chieftec Schriftzug

Ich habe die HDD und die Power LED vertauscht. So leuchtet default schwach rot und die helle blaue LED nur bei Festplattenzugriffen. Sieht meiner Meinung nach deutlich besser aus. LED Leuchte

Update 2016-12

Es gibt den Atom-Prozessor samt Board inzwischen schon zwei Generationen weiter. Man kann vermutlich auch zur aktuellen Version (z.B. zum Asrock J3355M) greifen. Wirkliche Vorteile bringt die neue Generation aber kaum, auch leider nicht beim Stromverbrauch. Außerdem ist bei brandneuen Systemen immer drauf zu achten, ob Linux schon problemlos darauf läuft – Zumal in Openmediavault auch nicht immer die allerletzte Debianversion verwendet wird.