Musik und Video aufs iPhone kopieren – OHNE iTunes, dafür mit VLC

Einer der größten Nachteile der iOS-Plattform ist in meinen Augen, dass man nicht einfach Dateien aufs Telefon oder Tablet rüberkopieren kann. Das Syncing über iTunes ist einfach nur furchtbar umständlich und löscht einem manchmal sogar alles vom Telefon wieder runter, wenn man nicht aufpasst.

Ich hab nun eine wirklich coole Lösung gefunden, mit der das genau so geht, wie ich mir das immer vorgestellt habe.

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Ghost Blog Update

Über Ghost

Ghost ist wirklich eine gute, schlanke Alternative zu WordPress. Für mich sehr cool: Die native Markdown-Unterstützung. Ich hoste es bei Uberspace, ein super Hoster, der ganz anders als die meisten Hoster ist. Man darf selber entscheiden wieviel man für den Webspace zahlen will. Es gibt ein sehr gutes Wiki mit vielen Anleitungen. Und das beste: Obwohl es ein “Managed Hosting” ist, fühlt es sich ein klein bisschen wie ein echter root-server an, weil man sehr viele Möglichkeiten hat sich darauf zu verwirklichen (z.B. mit Node.js und Ghost).

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Stromspar NAS selber bauen mit openmediavault

Ein NAS (Netzlaufwerk) ist für mich absolut essentiell, wenn es um die Verwaltung großer Datenmengen geht. Wir haben etwa 500 GB an Daten (Fotos, Backups, etc.) im Haushalt, die für mehrere Personen gleichzeitig verfügbar sein sollen.

Ich habe dabei von Beginn (2009) an auf Raid 1 gesetzt. Das ersetzt zwar nicht das Backup, aber erhöht sowohl die Verfügbarkeit, als auch die Redundanz. Das heißt praktisch, selbst wenn ich häufig Backups mache, kann beim Crash trotzdem ein Teil weg sein. Ein Raid 1 schützt mich in gewisser Weise davor.

Mein erstes Modell war eine Linkstation Mini mit 2x 500GB 2,5″ Platten. Eigentlich vom Platz- und Stromverbrauch super, aber leider extrem langsam (max 2,5MB/s) und die Software war nicht erweiterbar.

Habe dann vor kurzem auf ein Selbstbau NAS gewechselt. Zuerst wollte ich FreeNAS haben, dann aber schnell festgestellt, dass das eher eine High-End Lösung ist. Es braucht mind. 8GB RAM für ZFS und anscheinend kann man sich das auch schnell mal zerschießen, wenn man nicht weiß was man tut.

Habe mich dann für Open Media Vault entschieden. Ein Debian Linux mit einer ziemlich guten und verständlichen Web-Oberfläche.

Hardware

Man kann zwar Geld sparen, wenn man einen ausrangierten PC nimmt, das aber nur wenn man den Strom nicht selber zahlen muss. Rechenbeispiel: 40W 24h 365t / 1000 W/h * 0,2€ = 70€/Jahr. 10W : 17€ pro Jahr, also 50€ Differenz. Bei angenommener Nutzung von 5 Jahren sind das ca. 250€ Mehrkosten an Strom mit einem alten PC. Da hat man die kanpp 100€ für das Board und den PSU schnell wieder drin.

Hardware Liste:

Erklärung der Komponenten

der J1800 ist momentan (Ende 2015) der billigste Atom, kommt nur aufgelötet auf Mainboards, die allesamt ca. 10W im Idle verbrauchen (gutes Netzteil vorausgesetzt) und mit Passivkühlung auskommen. Notebookplatten sind zwar etwas teuer, aber verbrauchen viel weniger Strom, machen weniger Lärm und passen in kleinere Gehäuse. Das Chieftec Gehäuse ist eins der ganz wenigen, die Platz für 2 Festplatten haben und trotzdem klein sind. Das PicoPSU ist ein DC-DC Netzteil, das so winzig ist, dass es komplett in die 20-Polige Buchse im Mainboard passt. Ausserdem ist es extrem effizient und damit unverzichtbar. Ich habe den ganzen Aufbau mit einem 300W ATX-Netzteil getestet – der Stromverbrauch lag bei 25W – mit PicoPSU dagegen bei 10W! USB-Stick: Bisher hieß es immer, dass man auf keinen Fall einen USB-Stick für Open Media Vault verwenden darf. Das hat sich mit dem Plugin “flashmemory” allerdings jetzt geändert. Es ist über das Plugin OMV-Extras verfügbar.

Zusammenbau

Hier sieht man den Testaufbau. Das PicoPSU hat leider nur einen SATA Stromstecker, deswegen braucht man einen Adapter (hier leider nicht zu sehen, bin erst später dazu gekommen ihn zu besorgen). Testaufbau

Der zweite Schritt: Mainboard im Gehäuse eingebaut. Man sieht: die Festplatten sind von unterschiedlichen Herstellern, das ist aber kein Problem. Eigentlich sogar besser, denn es ist unwahrscheinlicher, dass sie gleichzeitig kaputt gehen. Mainboard im Gehäuse

Hier sieht man das PicoPSU in Nahaufnahme. PicoPSU

Der Chieftec Schriftzug sieht nicht besonders toll aus – zum Glück kann man die Buchstaben mit einem scharfen Meser leicht abhebeln 🙂 Chieftec Schriftzug

Ich habe die HDD und die Power LED vertauscht. So leuchtet default schwach rot und die helle blaue LED nur bei Festplattenzugriffen. Sieht meiner Meinung nach deutlich besser aus. LED Leuchte

Update 2016-12

Es gibt den Atom-Prozessor samt Board inzwischen schon zwei Generationen weiter. Man kann vermutlich auch zur aktuellen Version (z.B. zum Asrock J3355M) greifen. Wirkliche Vorteile bringt die neue Generation aber kaum, auch leider nicht beim Stromverbrauch. Außerdem ist bei brandneuen Systemen immer drauf zu achten, ob Linux schon problemlos darauf läuft – Zumal in Openmediavault auch nicht immer die allerletzte Debianversion verwendet wird.