Was ist eigentlich ein Luftwäscher?

Eigentlich ging es damit los, dass ich drauf gekommen bin, das ein wesentlicher Grund für die Grippewelle im Winter die zu trockene Luft ist. Durchs heizen erwärmt sich die Luft, sie kann mehr Wasser aufnehmen und dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Sie wird “trockener”.

Ein anderer Grund ist, dass Menschen sich im Winter oft in kleinen Räumen eng zusammen drängen und wenig lüften. Einmal ausgehustete Viren fliegen entsprechend lange rum und haben mehr Opfer zur Verfügung als im Sommer, wo alle auf der Wiese sitzen oder zumindest das Fenster offen steht. Was man gegen herumfliegende Viren tun kann, habe ich hier beschrieben.

Aber zurück zur Luftfeuchtigkeit: Ich habe mich also informiert, welche Methoden zur Luftbefeuchtung es gibt.

1. Ultraschall

Ultraschall hat 2 gravierende Nachteile. Einerseits kann es Probleme mit Haustieren geben. Selbst wenn der Schall keine Schmerzen bereitet, so könnte er auf ein Tier im ungünstigen Fall sehr störend wirken. Andererseits befördert der Ultraschall den Kalk gleich mit aus dem Wasser, so dass dieser sich dann rings um den Luftbefeuchter ablagert.

2. Heißverdampfer

Die primitivste Methode. Wasser wird einfach erhitzt bis es verdampft. Vorteil: kein Kalk in der Luft. Nachteil: hoher Energieverbrauch.

3. Kaltverdampfer

funktioniert so: Ein Ventilator pustet die Raumluft an rotierenden Scheiben vorbei, die sich durch einen Wasserbehälter drehen. Die Scheiben bilden eine große Oberfläche, so so dass die Luft intensiv mit dem Wasser in Kontakt kommt. Nachteil: Man hört den Lüfter rauschen. Vorteil: Die Luft wird nicht nur befeuchtet, sondern auch von Staub gereinigt! Daher auch die Bezeichnung Luftwäscher.

Ich habe habe mir vor 2 Jahren einen Venta LW24 – den Vorgänger des LW25 günstig bei eBay besorgt und in Ordnung gebracht. Er ist seitdem fast 24/7 im Einsatz. Das Rauschen ist auf Stufe 1 nicht störend (für mich). 1x pro Tag muss ich ca. 5 Liter Wasser nachfüllen und darf mich dafür über 50-60% Luftfeuchtigkeit freuen. Normalerweise hat man im Winter eher unter 30%. Wie angenehm das für die Nase ist, merke ich immer dann, wenn ich mal in einem Hotel übernachte und die Luft teilweise vom heizen so trocken ist, dass ich auch im Winter nachts das Fenster aufmache.

Damit das Wasser nicht schimmelt und gleichzeitig die Platten gut benetzt, gebe ich ein (relativ teures) Mittel von Venta hinein. Es relativiert sich ein bisschen dadurch, dass ich nur 1x pro Monat dass Wasser wirklich auswechsle. 1 Flasche hält also einen ganzen Winter lang. Es müsste mit deutlich billigerem “Hygiene-Spüler” für die Waschmaschine aber an sich auch funktionieren.

Mein einziger Fehler war, dass ich nicht gleich das nächstgrößere Modell genommen habe, weil man die Dinger eigentlich gar nicht groß genug dimensionieren kann, um die Luft wirklich sauber zu bekommen. Aber auch so schon habe ich im Schlafzimmer, wo das Gerät steht, weniger Staub zu wischen als in den anderen Räumen.

*Anmerkung: Die Venta Geräte haben oft das Problem, dass nach ein paar Jahren das Getriebe, das die Scheiben antreibt zu rattern beginnt. Das war bei meinem gebrauchten auch so. Das lässt sich aber relativ einfach reparieren: Das Getriebe ausbauen, zerlegen, reinigen, bis zum Anschlag mit Vaseline füllen und wieder einbauen. >> Anleitung zum Getriebe reparieren.

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